Ein ungewöhnlicher Verein, der weithin seinesgleichen sucht, so könnte man den zweitältesten Wierschemer Verein nennen. Nach dem Junggesellenverein, der sich 1861 zusammengefunden hatte, gründeten die Männer 1878 einen Bürgerverein, der im Laufe der Zeit in „Katholischer Männerverein“ umbenannt worden ist. Als Gründer werden genannt: Johan Köhnen, Johannes Müller, Johann Knodt und Anton Probstfeld. Seit 1878 bis heute übernimmt der Verein die Aufgabe, die Familien der Verstorbenen zu unterstützen. Während die Junggesellen die unverheirateten Mitbürger zu Grabe geleiten , nehmen sich die Männer der verheirateten Verstobenen an. So stellen sie beispielsweise die Träger bei der Beerdigung und beteiligen sich an den Unkosten.

Verständlicherweise hat sich im Laufe des Jahrhunderts das eine oder andere geändert. So hielt der Verein noch bis in die siebziger Jahre seine monatliche Versammlung im Vereinslokal, früher zu „Linde“ in der Dorfmitte und später „Zur Burg Eltz“ ab, um den Beitrag einzusammeln und notwendige Dinge zu besprechen. Ebenso veranstaltete er jeden Sommer einen Ausflug .

Inzwischen trifft man sich nur einmal im Jahr und zieht den Beitrag ein. Leider kommt dabei, wie allgemein festgestellt wurde, der Kontakt untereinander zu kurz – eine Folge der schnelllebigen neuen Zeit.

Wer nun glaubt, die Männer würden nur bei traurigen Anlässen antreten, irrt sich.

Jährlich besucht der Vorstand in der Adventszeit die älteren Mitbürger, um sie zu beschenken und am Kirmesmontag treffen sich alle nach dem Gottesdienst im Vereinslokal zum Feiern.

Schreibe einen Kommentar